Der Kaufmann und der Techniker können einfach nicht zusammenarbeiten…. 3 von 10 Tipps wie es doch funktionieren kann!

Zwischen Lisa und Mark hatte es nach dem Termin mit dem Kunden mal wieder geknallt.

Beide standen sich auf dem Flur vor Lisas Büro mit hochrotem Kopf gegenüber und brüllten sich an. Der Kampf endete mit lautem Tür knallen. Dabei hatten es beide doch nur gut gemeint.

Mark, der Technische Leiter wollte für den Kunden das Beste herausholen und versprach Leistungen, die Lisa als Veranstaltungsleiterin aufgrund des schmalen Budgets des Veranstalters nicht einhalten konnte. Lisa, fühlte sich von Mark hintergangen und nicht ernst genommen. Mark, kommt sich von Lisa eingeschränkt und nicht respektiert vor.

 Udo, der Beleuchtungsmeister des Hauses meinte anschließend nur lapidar:

„Der Kaufmann und der Techniker können einfach nicht zusammenarbeiten…“

 

Und oft scheint es wirklich so, als könnten sie es nicht. Dabei gibt es immer wieder Beispiele, wie die Zusammenarbeit gelingt.

 

Lesen Sie hier Tipp 1-3 von 10 Tipps, wie Sie Ihre Zusammenarbeit als Team verbessern.

Tipp 1: Finden Sie die gute Absicht Ihres Gesprächspartners

 

  • Überlegen Sie, welche gute Absicht Ihr Konfliktpartner mit seinem Verhalten verfolgt.

  •  Wie kann die gute Absicht sichergestellt werden, ohne dass sie aneinander geraten müssen?

  • Machen Sie ihm deutlich, dass Sie seine gute Absicht wahrnehmen und wertschätzen.

  • Finden Sie gemeinsam mit ihm Lösungen, wie Sie und er ihre guten Absichten auf andere Art und Weise umsetzen können. 

 

Lisa findet nach einem Krach immer wieder einen Weg, um auf Mark zu zu gehen. Denn sie schätzt seine Begeisterung für sein Arbeitsgebiet und dass er nie müde wird, für den Kunden das Beste herauszuholen.

Wenn Mark Lisas Interesse im Budget des Kunden zu bleiben berücksichtigt, kann er dem Kunden trotzdem das Optimum anbieten, aber eben genau passend. Darüber hinaus kann er dem Kunden weitere Möglichkeiten mit dem Hinweis auf Zusatzkosten aufzeigen und so eventuell den Kunden dazu anregen, sein Budget, wenn möglich, zu erweitern.

Tipp 2: Bleiben Sie weich zur Person, aber klar in der Sache (Harvard Modell)

Wenn Lisa und Mark sich über Ihre guten Absichten klar sind, gehen Sie bereits den ersten entscheidenden Schritt für gelingendes Verhandeln nach dem Harvard Modell. Denn Sie trennen die Position die Sie vertreten, von den dahinterliegenden Interessen = guten Absichten.

So können sie nun wieder einen Schritt aufeinander zugehen. Indem sie den Menschen vor sich in seinem Interesse ernst nehmen, öffnen Sie die Tür für eine gemeinsame Lösung ohne Störungen und Verletzungen zwischen Ihnen.

 

Lisa hat ihr sachliches Interesse im Budget zu bleiben weiterhin vertreten. Indem Sie Marks Motivation wertschätzt, für den Kunden das Beste herauszuholen, gibt sie ihm zugleich das Gefühl, sich entfalten zu können und respektiert zu werden.

 

Tipp 3: Kommunizieren sie Gewaltfrei (Marshall Rosenberg)

Kurz bevor Lisa wutentbrannt die Tür von ihrem Büro vor Marks Nase zuschlug, schleuderte sie ihm lautstark auf dem Flur entgegen: „Immer fällst du mir vor den Kunden in den Rücken! Nie achtest Du auf den Kostenrahmen! Du bist so ein Kollegenschwein!“

Lisas Du Botschaft greift Mark persönlich an und erzeugt bei ihm Widerspruch. Er bekommt Schuldgefühle und meint, sich rechtfertigen zu müssen.

Mark fühlt sich verletzt, Ärger steigt in ihm hoch.

Wenn Sie in Du/Sie Botschaften sprechen und sich Vorwürfe machen, kommen Sie einer Konfliktlösung keinen Schritt näher. Im Gegenteil, sie entfernen sich noch weiter voneinander, der Konflikt wird vertieft.

Mark versucht es am folgenden Tag anders. Er bittet Lisa um ein Gespräch und beide setzen sich in Ruhe ungestört in seinem Büro bei einem Kaffee zusammen.

Mark beschreibt Lisa: „Gestern, habe ich mich von Dir missverstanden und angegriffen gefühlt. Es hat mich verletzt, dass Du gegangen bist, ohne dass wir die Situation geklärt haben. Ich wünsche mir, dass wir das nächste Mal in Ruhe besprechen, Was uns stört und wie wir unsere Zusammenarbeit verbessern können.“

Lisa fühlt sich betroffen und wird nachdenklich. Sie ist bereit die Sache mit Mark nun zu klären.

 

  • Sprechen Sie in Ich Botschaften.
  • Beschreiben Sie was das Verhalten des Konfliktpartners bei Ihnen auslöst und was sie sich zukünftig von ihm wünschen.

Der nächste gemeinsame Termin von Mark und Lisa mit einer Kundin verlief schon viel besser und auf dem Flur ist es nun auch viel ruhiger. Vor allem hat die Zusammenarbeit sich deutlich verbessert und das, merkt auch die Kundin, denn das Team spricht ihr gegenüber mit einer Sprache. In dieser Atmosphäre fühlt auch sie sich wohl und sie bedankt sich herzlich für die sehr gute Betreuung bevor sie nach den nächsten Terminen fragt.

 

Sie möchten mehr erfahren über Tipp 7 – 10? Diese erhalten Sie einem der nächsten Blogs, oder in Ihrem individuellen Team Training „Der Kaufmann und der Techniker – Chancen der Zusammenarbeit nutzen!

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