Fünf gute Gründe gegen Coaching

Sie scheuen Veränderungen? Sie finden, dass Ziele vollkommen überbewertet werden? In Konflikten blühen Sie so richtig auf, weil Sie endlich der cholerischen Seite in Ihnen freien Lauf lassen können? Sie denken, dass Coaches alles Versager sind, die es in Ihrem Leben zu nichts gebracht haben und nur Ihre eigenen Probleme auf Ihrem Rücken bewältigen wollen. Sie sind auf der Suche nach schnellen einfachen Lösungen, die Sie ohne Aufwand und mit nur wenig Nachhaltigkeit erhalten?

 

Dann finden Sie hier fünf unschlagbare Argumente, warum sie kein Coaching wahrnehmen sollten.

1. Mit Coaching kommen Sie schneller ans Ziel

 

Es ist so schön zu lamentieren! Der Job ist frustrierend, die Kollegen sind Idioten und der Chef ist ein despotischer Nichtskönner, der Sie einfach nicht versteht. Eigentlich sind Sie zu höherem berufen, aber da sind noch Ihr Mann und die 17 Kinder, die von Ihnen abhängig sind.

 

Und wo kommen wir denn hin, wenn wir unsere Ziele schneller erreichten? Wenn wir die Weltreise gemacht, das Unternehmen gegründet, das Buch geschrieben haben? Was ist danach? Was machen wir mit der ganzen Zeit? Doch wohl nicht einfach das Leben und die süßen Früchte der Zielerreichung genießen? Es ist doch so schön, zu lamentieren! Wir bekommen jede Menge Zuwendung, weil sich alle freuen, dass es uns noch schlechter geht als Ihnen, oder weil wir einfach alle im gleichen Boot sitzen.

 

2. Durch Coaching minimieren Sie Konflikte

 

Seit Monaten schon hatte es gekracht in dem kleinen Team. Informationen wurden nicht weitergegeben, Kollegen mehr oder weniger offen gemobbt. Der Krankenstand hatte sich erhöht. Statt Strategien fürs Geschäft zu entwickeln, arbeiteten die  verfeindeten Untergruppen daran, wie die verhasste Kollegin am besten fertig gemacht werden könnte. Das angesetzte Teamcoaching, bot die Möglichkeit, die Konflikte zu bearbeiten und durch neue Kommunikationsstrukturen die Konflikte nachhaltig zu minimieren.

 

Aber wo kommen wir denn da hin? Wenn der Job wieder Spaß macht und die Kollegen fast schon Freunde werden. Wenn plötzlich alle mehr Zeit haben, sich auf Ihre eigentlichen Aufgaben zu konzentrieren und nun, vor allem Ihre Arbeit für sich sprechen zu lassen.

 

3. Ihr Coach könnte Sie verstehen

 

Gefühlte 99,9% aller Coaches sind aus persönlichen Gründen Coach geworden. Waren unglücklich in Ihren Jobs, oder haben sie verloren, hatten gesundheitliche Probleme, oder waren gar mal depressiv, wurden gemobbt, waren (und eine nicht zu unterschätzende Anzahl von ihnen ist es heute noch) in finanziellen Schwierigkeiten und mussten den Verlust von geliebten Menschen verkraften. Kurz Sie könnten den von Goethe geteilten Gedanken: „Ich bin wieder scheissig gestrauchelt und könnte mir 1.000 Ohrfeigen geben, dass ich nicht zum Teufel ging, als ich flott war.“ unablässig bei Facebook posten.

 

Aber wo kommen wir denn da hin? Wenn der Coach kein Superheld ist, sondern ein Mensch wie Du und ich. Das ist unethisch und darf deswegen nicht sein! Coaches sollten stets aufgeräumte Menschen ohne Probleme, wie alle anderen sein, denn so und nur so, können sie über den Dingen schweben und uns mit Weisheit kluge Ratschläge erteilen.

 

4. Coaching ist keine Pille sondern Arbeit

 

Es ist so schön einfach. Der Kopf tut weh, also schmeiße ich eine Pille ein, am besten eine mit Wirkungsverstärker. Mir ist langweilig, ich schalte die Kiste – Fernseher, Laptop, Smartphone, was auch immer, ein und lasse mich mit bunten Bildern berieseln, im Nu sind Schmerz und Langeweile vertrieben. Und jetzt kommt da so ein Coach daher, und will dass ich die Lösungen für mein Problem selbst erarbeite? Und anschließend kostet es noch Kraft, die Veränderungen in meinem Leben umzusetzen, den inneren Schweinehund links und den Rotwein rechts liegen zu lassen?

 

Wo kommen wir denn da hin? Nein Bitte, wasch mich, aber mach mich nicht Nass!

 

5. Coaching verändert Ihr Leben

 

Es ist so schön sicher, jeden Tag das gleiche zu tun, aufzustehen, zu frühstücken, ins Büro zu trotten, die Arbeit irgendwie hinter mich zu bringen, über Chef und Kollegen zu lästern, über nervige Kunden zu schimpfen, Hobbies zu pflegen, die gleichen alten Freunde zu treffen, das Auto zu waschen und vielleicht auch mal ins Konzert, oder Theater zu gehen.

Und wo kommen wir da hin, wenn wir unser Leben verändern und unsere Ziele verfolgen? Wenn wir bei jedem Schritt auf unerforschtem Terrain, die Unsicherheit und die Angst vor dem Absturz spüren? Wenn wir Vergangenes loslassen, ohne zu wissen, was wir dafür im Austausch erhalten? Wenn kleine Rückfälle uns suggerieren, dass wir das Ziel nie erreichen, weil wir nun mal so sind, wie wir sind. Wo kommen wir hin, wenn wir plötzlich wir selbst sind und zu uns stehen? Wenn alte Freundschaften das nicht aushalten und wir verunsichert auf neue spannende Menschen treffen? Nein, bitte, ich lasse lieber den Spatz in meiner Hand…

 

Wo kommen wir da hin?

 

Wenn Sie möchten, dass alles so bleibt wie es ist und Sie sich zufrieden in Ihrem unglücklich sein eingerichtet haben. Wenn es Ihnen Spaß macht drei Schritte zurück und zwei Schritte vor zu machen. Wenn das lieb gewonnene Gefühl, dass keiner Sie versteht unverzichtbar für Sie ist. Wenn Sie leichte Lösungen suchen, die Ihnen keine Arbeit machen, dafür aber auch nicht effizient sind, dann sollten Sie Coaching unbedingt vermeiden!

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